Der ewige Spitzbua
Ländlicher
Schwank in 3 Akten von Anton Maly
Der
Michael Kreuzhuber, Bauer auf dem Jochenhof, war Zeit seines Lebens ein Sonder-ling,
immer zu einem Spaß oder Streich aufgelegt. Schon als Kind hatte er den
Spitznamen "Der ewige Spitzbua", den er nie losgeworden ist.
Jetzt
ist er gestorben und hat ein Testament hinterlassen, das seinen ansehnlichen Besitz
und sein kleines Vermögen regelt. In einem Brief an seinen alten Freund Bartl
Steinbrecher setzt er diesen als Verwalter ein und bittet ihn, Briefe an drei
Frauen zu verschicken, die er in jungen Jahren heiraten wollte, die ihn damals
aber abblitzen ließen, weil sein Hof zu der Zeit noch verschuldet war: die
beiden Witwen Moosberger und Pfeifferlböck sowie die ledige Jungfer Pfandlhuber.
In den wortgleichen Briefen lädt er die Frauen zur Testamentseröffnung
auf den Jochenhof ein.
Natürlich
dauert es nicht lange, bis die Drei am Jochenhof eintrudeln, macht sich doch jede
Hoffnung, Alleinerbin des Hofs zu werden. Und so bleibt nicht aus, daß sich
die Frauen gegenseitig beäugen, ja sogar streiten und handgreiflich werden.
Zu allem Überfluß hat der Flori, Knecht am Hof und mit der Moni, Magd
am Hof, verbandelt, ihnen eingeredet, daß der Bartl der Hoferbe ist, allerdings
unter der Bedingung, daß er eine von ihnen heiratet. Das wiederum hat zur
Folge, daß sich der geplagte Bartl kaum mehr vor den zudringlichen Annäherungsversuchen
der holden Weiblichkeit retten kann.
Die
Testamentseröffnung, von allen spannend erwartet, ist für manche ein
wahrer Schock, für andere dagegen der Himmel auf Erden.