Die Jugendsünde
Lustspiel in 3 Akten von V. Geisenhofer
Das Leben des Alois Breitwieser ist, wie es sich
für einen Bürgermeister wohl gehört, wohlgeordnet: seit mehr als 20
Jahren ist er mit seiner Frau Resi verheiratet, einem
braven
Weib, das sich nicht in seine Amtsgeschäfte einmischt, im Haus jedoch
das Kommando führt. Und er hat eine junge, hübsche Tochter im heiratsfähigen
Alter, die Lena und dazu auch schon den - wie er meint - passenden Hochzeiter,
den reichen Großbauern Blasi Pointner, über dessen Alter der Alois bei
der Mitgift gut und gern hinwegschauen kann. Dass seine Tochter mit
dieser Wahl gar nicht einverstanden ist, versteht sich von selbst.
Doch von einem Tag auf den anderen holt den Bürgermeister dasSchicksal
ein. Eine gewisse Kathi Schneider, an die sich der Alois gut erinnern
kann, war sie doch seine Jugendliebe, schreibt ihm nach so vielen Jahren,
dass ihr Verhältnis nicht ohne Folgen geblieben sei. Und jetzt schickt
sie das Produkt ihrer Jugendsünde, den gemeinsamen Sohn Rudi zu ihm
aufs Land zur Sommerfrische. Sie bittet ihn, Rudi nicht zhu verraten,
dass er der Vater ist. Das kann dem Breitwieser nur recht sein, muß
er doch seiner Frau den jugendlichen Fehltritt nicht beichten.
Doch dann passiert das, was ganz und gar nicht sein darf: Lena und Rudi
verleiben sich, ja die Resi will mit ihrem mütterlichen Gespür eine
weitere JUgendsünde erkannt haben. Wohl oder über muß der Alois seinen
Fehltritt beichten und ist froh, dass der Pointner so großmütig ist,
die Lena trotz ihrer angeblichen Schwangerschaft zu heiraten.
Und keinem der beteiligten fällt auf, dass die beiden jungen Leute in
dieser heiklen Situation sehr gelassen bleiben ...