Wohin
mit der Leiche?
Eine bayerische Kriminalkomödie in 3 Akten von W.G.
Pfaus
Wohin mit einer Leiche, die möglichst schnell und
unauffällig verschwinden soll? Vor diesem Problem steht die erst kurz
verheiratete Jutta Mahler, die beim ersten Ehekrach ihren Mann, den
Nichtstuer Fred, der es nur auf ihr Vermögen abgesehen hat, mit einer
Weinflasche niederschlägt und ihn für tot hält. In ihrer begreiflichen
Aufregung versteckt sie ihn erst einmal unter dem Sofa und bittet ihre
Mutter telefonisch um Hilfe.
Doch die Schwierigkeiten beginnen erst; wildfremde Menschen läuten an
der Wohnungstür und wollen Fred Mahler sprechen: eine Frau, die vorgibt,
Fred schon sehr lange zu kennen, fordert Geld, ein angeblicher Freund,
der ein seltsames Interesse an Jutta zeigt, will ihn sprechen und auch
die Polizei, der ein Mord gemeldet wurde. Doch auch sie kann nichts
verdächtiges finden, denn plötzlich ist die Leiche verschwunden. Dafür
tauchen ein Erpresserbrief auf, in dem 100.000 Mark gefordert werden
und eine Kriminalkommissarin samt ihrem trotteligen Assistenten, die
sich äußerst merkwürdig benehmen.
Jutta und Ihre Mutter Maria lügen sich aus jeder auch noch so brenzligen
Situation heraus. Zu Hochform läuft Maria jedoch auf, als die Leiche
auf einmal wieder unter dem Sofa liegt und in den unpassendsten Momenten
einen Arm oder ein Bein herausstreckt. Mal ist es eine Gummipuppe, mal
ein Hund behauptet sie und kann immer wieder und gerade noch rechtzeitig
von der Leiche ablenken. Und selbst, als die Leiche wieder sehr lebendig
wird, hat Maria die richtige Antwort parat.