Die drei Dorfheiligen
Eine ländliche Komödie in 3 Akten von Max Ferner u. Max Neal
Ein Packerl Liebesbriefe sorgt in der Gemeinde Scheibling für helle
Aufregung, vor allem bei drei "ehrenwerten" Bürgern: dem Bürgermeister
Simon Hilgermoser, dem Landmaschinenhändler Quirin Riedlechner und dem
Bäckermeister Peter Söllbeck, beide Gemeinderäte.
Denn diese drei sind die Verfasser der Briefe und waren vor mehr als
zwanzig Jahren an eine Therese Wimmer gerichtet, in der Gemeinde damals
besser unter dem Namen "das schwarze Resei" bekannt, wo sie
es aber nicht lange gehalten hat und ins Schwäbische weitergezogen ist.
Zu allem Unglück befindet sich die amouröse Korrespondenz in den Händen
des Schullehrers Furtner, der den Bürgermeister ärgert, wo er nur kann
und zu dem die Frechheit besitzt, mit der Tochter, der Fanny anzubandeln.
Aber die Tochter eines Bürgermeisters hat einen Hochzeiter verdient,
der mehr zu bieten hat als ein Schulmeister, vor allem Vermögen. Gott
sei Dank hat die Frau Bürgermeister schon einen Passenden parat: den
Jakob Schwälble aus Lauterbach im Schwäbischen, zwar etwas unbedarft
an Geist und Aussehen, aber immerhin Erbe einer stattlichen Käserei.
Die Sache hat nur einen Haken: die Fanny mag nur ihren Lehrer.
Eines ist klar: die verräterischen Briefe müssen verschwinden und wenn
sie der Herr Lehrer nicht herausrücken will, dann muß der Hilgermoser
eben zu einer kleinen Erpressung greifen. Aber da hat er die Rechnung
ohne den Lehrer gemacht....