
Berchtesgadener Bergweihnacht
Ein Weihnachtsspiel von Marianne Fritsch für Jung und Alt in der Freilichtbühne am Kälberstein.
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Die kleine Paula hat einen Wunschzettel an das Christkind geschrieben, der aber am Fenster liegen bleibt. Also macht sie sich mit ihrem Bruder auf die Suche nach dem Christkind. Erfolglos suchen sie im Wald. Doch das Mädchen gibt nicht auf und hat die rettende Idee: oben bei der Kapelle muß sie den Zettel hinlegen, denn dort kommt das Christkind bestimmt vorbei. Beide steigen hinauf zum Kircherl, schlafen, erschöpft von der Suche, ein und erleben im Traum die Heilige Nacht. |
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Maria und Josef gehen auf Herbergsuche; vergeblich klopfen sie an Haustüren. Und wie so oft im Leben erbarmt sich ihrer einer, der selbst weiß, was Armut heißt. Der einfache Kleinbauer und seine Frau, die Eltern des Geschwisterpaares, bringen es nicht übers Herz, die armen Leut' fortzuschicken. "Im Stall is no Platz und schön warm is a!" Solche Sorgen kennen die Hirtabuam nicht, für sie ist eine zünftige Musi und eine gute Brotzeit wichtiger. Grad lustig geht's zu bis endlich Ruhe einkehrt und die Stille der Nacht sich wie ein schützender Mantel über das Dorf breitet. Einer der Hirtabuam weiß nicht, ist es Traum oder Wirklichkeit, als er zarte Musikklänge hört. Ängstlich weckt er die Kameraden und alle spüren das Geheimnisvolle dieser Nacht. Und plötzlich schwebt ein Engel hoch über ihnen im gleißenden Licht und verkündet die frohe Botschaft. Ein strahlender Stern weist ihnen den Weg zum Stall, dessen Tore sich öffnen und ein Krippenbild zeigen, so lebendig, als wäre es genau in diesem Augenblick geschehen. Fast könnte man meinen, es war wirklich nur ein Traum, wenn der Schutzengel der Kinder die Krippenszene auflöst mit den Worten: "Ihr Menschen, geht's hinaus in d'Welt und verkünd's die frohe Botschaft. Laßt sie net im Ohr verklingen, sondern aufgehn, tief im Herzen drinn. Denn eure Welt is finster wordn! Gesundheit, Reichtum, des is scho recht, doch du, fragst du danach, was Er gern möcht?" |
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| Schlaftrunken wachen die Kinder auf und man hört das Rufen der Eltern,
die voller Angst nach ihnen suchen. Aufgeregt erzählen sie, was sie
gesehen haben - oder doch nur geträumt? Weisenbläser, die feinen Stimmen von Frauen und die kräftigen von Männern mit passenden Liedern und eine leise Stubenmusi führen den Zuschauer von einer Szene zur anderen und runden das Weihnachtsspiel musikalisch ab. |
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